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Sonntag, 4. Oktober 2009

Calgary - Tag 2

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Nachdem ich ausgeschlafen und mein Frühstück zu mir genommen hatte, lernte ich einen älteren Zimmerkollegen kennen. Seine Name war Aurie. Er ist Schweiz/Brasilianer und macht einen 6 monatigen Sprachkurs in Calgary. Wir hatten ein kurzes Gespräch und dann gings für mich wieder ab nach Downtown. Auf meinem Programm stand der Olympic Plaza und der Stampede Park.



Der Olympic Plaza ist ein kleiner Park und befindet sich direkt in Downtown. Auf Gedenktafeln sind hier die Sieger der Olympischen Spiele von 1988 verewigt. Unter anderem fand ich auch die Katti Witt auf einer Tafel wieder, die 1988 die Goldmedallie im Eiskunstlaufen holte. Meine Reise führte mich dann weiter in den Stampede Park.



Hier steht unter anderem der Pentgrowth Saddeldome. Er ist das Wahrzeichen von Calgary und wie man es vll. schon am Namen erkennen kann, hat er das Aussehen eines Sattels. Es handelt sich hierbei um ein Eisstadion was heutzutage die Heimatstätte der NHL-Mannschaft der Calgary Flames ist. Neben einem Rodeostadion fand ich zudem noch eine Pferderennbahn vor.



Nach einer kurzen Shoppingtour (ich brauchte eine Winterjacke) machte ich mich gegen 13.30Uhr zurück zum Hostel. Ich wollte an dem Tag nicht zu viel rumlaufen, da ich ja noch meine Kraft für den 5km Run benötigte. So schaute ich mir das Cottbusspiel gegen Aachen an (1:1) und kräftigte mich mit einer großen Portion Nudeln. Gegen 18Uhr machte ich mich dann auf den Weg zum Startpunkt. Angekommen am Eau Claire Market ließ ich mir meine Startnummer geben und dann sollte es auch schon losgehen. Die 5km Strecke führte entlang des Bow Rivers und am Start war ich ziemlich aufgeregt. Das Rennen startete ziemlich schnell. Ich konnte auch schlecht einschätzen auf welcher Position ich lag, weil gleichzeitig die 10km Läufer mit uns starteten. Als mir dann die ersten 5km Läufer wieder entgehen kamen, war für mich klar, dass ich nicht mehr unter die ersten 10 Laufen werde. Egal, am Wendepunkt angekommen lag ich auf Platz 16. Ich fühlte mich ganz gut und so hatte ich den Läufer vor mir bereits 10m nach dem Wendepunkt überholt. Ca. 40m vor mir rannte eine Dreiergruppe. So steigerte ich langsam mein Tempo und pirschte mich an die Gruppe heran. Bei Kilometer 3,5 bzw. 4 war ich dann an ihnen dran. Sie sahen müde aus und atmeten schwer. Meine Wenigkeit kletterte dann vor auf den 14 und wenig später auf den 13 Platz. Vor mir lief jetzt nur noch ein junger Bursche, der aus der Dreiergruppe übrig war. Ich überholte ihn in der letzten Kurve und so kam es zum Zielsprint zwischen uns beiden. Was für ein geiles Gefühl mal wieder, wenn man merkt wie die Beine taub werden. Jedenfalls überquerten wir gleichzeitig die Ziellinie. Auf dem Papier steht er als 12. und ich als 13., obwohl wir beide die gleiche Zeit von 20:53 haben. That's me sausage, ich lass mich als 12ter feiern :P. Obwohl es nicht die Zeit war, die ich mir vorgestellt hatte, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es hatte saumäßig Spaß gemacht nach langer Zeit mal wieder so eine sportliche Herausforderung zu haben und als Teilnehmer dieses Events bekam ich eine T-shirt, eine Trinkflasche und vieles mehr und konnte mich am kostenlosen Food-Court versorgen. Ich aß aber nicht zu viel, weil Aurie mir im Hostel noch was zubereitet hatte. So bekam ich lecker Nudeln und einen tollen Salat. Rundum war es ein toller Tag gewesen.

Grüßerle euer Calgary Hannes

PS: Beim Run wurden viele Fotos gemacht. Ich hoffe, dass ich davon noch welche finde und dann werd ich die hier online stellen ;)

Samstag, 3. Oktober 2009

Calgary - Tag 1

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Um 12.45Uhr sollte es also für mich aus Banff losgehen. Der Greyhoundbus erschien pünktlich und so ging es bei bewölkten Himmel Richtung Calgary. Nach einer Stunde verließ man die Rocky Mountains. Sehr komisch, geradezu abgehackt endeten die Berge und auf einmal war nur noch flaches Land zu sehen.



Ich fiel dann in ein kleines Schläfchen und wachte gegen 2.10Uhr wieder auf. Ich schaute aus dem Fenster und sah den Olympic Park von Calgary. Es verwunderte mich schon sehr, dass man dann Calgary 23 Minuten zu früh erreichte. Wenn ich am Montag eine Stunde zu früh in Vancouver ankomme hätte ich nix dagegen. Nachdem ich den Busterminal verlassen hatte, erblickte ich einen nahezu strahlendblauen Himmel. Nun hieß es für mich 3,5km quer durch Downtown zu meinem Hostel zu laufen. Eine scheiß Idee, welche ich im nachhinein sehr bereue. Mein tonnenschwerer Rucksack verpasste mir nämlich ein paar schöne Knutschflecke im Schulterbereich. Egal, am Montag nehm ich mir früh dann ein Taxi.



Im Hostel eingecheckt, entwendete ich mich meiner durchgeschwitzten Kleidung und zog mich um. Danach machte ich mich gleich auf den Weg um Downtown zu erkunden und etwas essbares zu suchen. Hätte ich mir auf der Hinfahrt ein bisschen was gemerkt, von dem, was ich mir im Reiseführer durchgelesen hatte, hätte ich nicht 1,5 Stunden umherirren müssen. Am Ende hatte ich dann doch einen Subway gefunden. Ich beschloss dann das herrliche Wetter zu nutzen und mir den Calgary-Tower anzusehen.



Mit dem Fahrstuhl ging es innerhalb von 62 Sekunden auf eine Höhe von 190,8m. Die Aussicht war fantastisch. Ich hatte einen kompletten Überblick über die flächenmäßig größte Stadt im Westen von Kanada. So sah ich Flugzeuge im Landeanflug und konnte durch einen Glasboden die 190m nach unten schauen. Alles in Allem war ich sehr zufrieden mit meinen erstem Tag hier. Was ich am 2.Tag alles gemacht hab, erfahrt ihr dann morgen. Bis dahin haltet die Ohren steif.

Grüßerle euer Calgary-Hannes

Donnerstag, 1. Oktober 2009

"Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen."

Zitat von Georg Christoph Lichtenberg

Doch gleichzeitig lässt man auch Altes zurück! In ca 1,5 Stunden wird die Tür meiner Unterkunft ins Schloss fallen. Ich werde einmal tief durchatmen und wissen: das wars jetzt. 3 Monate Banff sind dann vorbei. Mit einem weinenden und einem lachendem Auge werde ich mich dann Richtung Busbahnhof begeben, um mich auf den Weg nach Calgary zu machen. Eine neuer Abschnitt meines großen Abenteuers wird beginnen. So steh ich ganz alleine da ohne eine feste Unterkunft und ohne einen Job - Neustart. Ohne Frage, es wird jetzt der schwierigste Abschnitt für mich, denn ab jetzt muss ich mich alleine durchkämpfen. Ich erhoffe mir doch zugleich ziemlich viel von diesem neuen Abschnitt und deshalb freue ich mich auch riesig drauf. Mir fiel es gestern aber auch echt schwer mich zum einem von meinen Mitbewohnern/Mitarbeitern und zum anderem von meinen deutschen Freunden, die ich hier hatte, zu verabschieden. Die letzte Zeit mit ihnen war klasse. So möchte ich mich besonders bei Florian und Jonas bedanken mit denen ich damals nach Banff gereist war. Dadurch fiel es einem echt leichter klar zu kommen. Danke Jungs, ich weiß, dass wir uns nochmal wieder sehen werden!!! Auch einen großen Dank an Luise und Nils, die meine ersten 3 Monate mitgeprägt haben. Desweiteren möchte ich mich bei meinen Mitarbeitern bedanken (auch wenn sie es nicht lesen werden^^), die mir besonders in den letzten zwei Wochen ans Herz gewachsen sind. Die Abschiedsparty war toll und ich werde einige von ihnen vermissen. Naja, vll. mach ich im März/April nochmal einen kleinen Abstecher nach Banff ;). Wer weiß das schon, was die Zeit mit sich bringt. Deshalb haltet die Ohren steif und ich meld mich dann aus Calgary. Hiermit schließ ich offiziell das Kapitel "Banff" ab und rocke nun weiter. Bis dann!

Grüßerle Hannes

Montag, 28. September 2009

Freude oder Enttäuschung?

Diese Frage kann ich mir am Freitag um circa 19.22 selbst beantworten. Doch worüber spreche ich überhaupt?Es ist das Highlight 1! Aber fangen wir mal ganz von vorne an ;)

Wer mich kennt, der weiß auch, dass ich ziemlich gern Sport treibe. In Kanada kennen die absolut kein Handball und so musste ich mich irgendwie anders betätigen. Was bietet sich denn da mehr an als Joggen zu gehen? Gesagt getan habe ich mir von meinem ersten Gehalt ein paar Turnschuhe gekauft. Sporttreiben war am Anfang meiner Arbeitszeit sehr wichtig. Oft hatte ich es mit Rückenproblemen zu tun, weil man beim Arbeiten doch oft in gebeugter Form gearbeitet hat. So hatte ich dann also meine regelmäßige Runden gedreht. Aber mit der Zeit wurde es langweilig und mir fehlte oft die Motivation. Also musste ein Ziel her! So informierte ich mich über verschiedene Running-Events in meiner Gegend und bin auf den "Ambulance Chaser's Charity Run" gestoßen. Dieser findet am 2.10 in Calgary statt. Ich hatte dabei die Auswahl zwischen einem 5km oder 10km Rennen. Ich entschied mich für die kürzere Distanz und registrierte mich dafür vor 25 Tagen. Nun hatte ich also einen Anreiz regelmäßig zu trainieren doch es ging absolut nicht voran. Ich machte keinerlei Fortschritte was mich ein wenig wurmte. Mir kam dann die Idee im Internet nach einem Trainingsplan zu suchen und diesen fand ich auch ;). Leider war dieser für einen Zeitraum von 8 Wochen ausgelegt, was nicht mehr möglich war umzusetzen. Ich stieg dann in Woche 3 ein und ab da an hieß es 5 mal die Woche zu trainieren. Er war sehr abwechslungsreich gestaltet und so wunderte ich mich anfangs warum man für 5km denn 18km joggen soll. Ich befolgte aber fleißig meinen Plan und siehe da - ein Erfolg war schon nach einer Woche zu sehen als ich meine Bestzeit um 45Sekunden verbesserte. In letzter Zeit ging leider meine Motivation ein wenig flöten und ich hielt den Plan aus verschiedenen Gründen nicht mehr ein. Mein Ziel ist es nämlich die Strecke unter 20min zu laufen. Doch folgende zwei Gründe stimmen mich positiv mein Ziel trotzdem zu erreichen:
1. ich habe in 1400m Höhe regelmäßig trainiert --> das sind 400m mehr als beim Rennen
2. der Adrenalin-Kick, wenn man gegen andere Läufer rennt
Ich habe leider noch nie so ein Rennen bestritten und hab keine Ahnung wie ich das Rennen angehen soll. Hier jedenfalls mal die Zeiten vom letzten Jahr:
1. Platz 15:55 ; 5.Platz 18:28 ; 10.Platz 20:04 ; 15.Platz 21:58
Nachdem Rennen wird auch der Unterlippenbart fallen(stutzen oder ganz) den ich seit dem Training nicht mehr rasiert hab ;). Also drückt mir die Daumen und haltet die Ohren steif.

Grüßerle Hannes (der nur noch zweimal arbeiten geht)

PS: Da mir meine Mitarbeiter doch ziemlich ans Herz gewachsen sind, werd ich eine Abschiedsparty schmeißen ;)


Montag, 21. September 2009

Und so schließt sich das Kapitel...

Der September geht nun langsam zu Ende und somit auch meine Zeit in Banff. Am 29.9 werde ich meinen letzten Arbeitstag im Tunnel Mountain Resort erleben. Ich sehne mich diesem Tag sehr entgegen, da die Arbeit in letzter Zeit kaum noch Spaß gemacht hat. Mit dem Beginn des Monats Oktober soll dann mein Abenteuer fortgesetzt werden. Das Kapitel Banff wird dann nach guten 3 Monaten geschlossen und ein neues Kapitel wird geöffnet. Ein Kapitel das wieder unzählige neue Erfahrungen und Erlebnisse mit sich bringen wird - soviel ist gewiss. Diesen neuen Abschnitt werde ich zudem alleine bestreiten. Doch wo soll die Reise hingehen? Diese Frage existiert schon seit langem in meinem Köpfchen -sehr lange. Schon vor meiner Abreise nach Kanada stand für mich fest, dass ich nach Whistler will. Hier werden im Februar 2010 einige Disziplinen der Olympischen Winterspiele ausgetragen. Ein so großartiges Event kann ich mir nicht entgehen lassen und so werde ich versuchen in diesem Ort Arbeit zu finden. Mich soll es aber nicht sofort nach Whistler ziehen. Vorher will ich mir noch Calgary (100km von Banff entfernt) anschauen. Seit dem 31.8 liegen in meinem Zimmer 3 Busticket. Das erste führt mich am 1.10, wie gesagt, von Banff nach Calgary. Hier werde ich bis zum 5.10 verweilen. In den 4 Tagen Aufenthalt steht auf jeden Fall ein großes Highlight an.(dazu demnächst mehr). Um 7.45Uhr gehts es dann für mich am 5.10 wieder Richtung Vancouver zurück. Eine 15stündige Busfahrt führt mich dann quer durch die Rocky Mountains zurück an den Ort, wo mein Abenteuer angefangen hat. Nach meinem eintägigen Abstecher führt mich dann das 3. Busticket am 6.10 ins 125km entfernte Whistler - meiner hoffentlich neuen Heimat :). Ein Plan B gibt es nicht! Da ich diese Tour schon lange geplant hatte, konnte ich mächtig viel Geld (fast 50%) bei den Bustickets sparen. Und auch so hab ich mir in 11 Wochen Arbeit ein nettes Sümmchen angespart, womit ich diese Zeit sicherlich genießen kann. Alles in Allem plane ich damit, dass ich Mitte Oktober wieder in Lohn und Brot stehen werde. Naja, wir werden sähen - und wer säht wird ernten ;). Bis dahin haltet die Ohren steif.

Grüßerle euer noch Banff-Hannes

Mittwoch, 2. September 2009

Lake Louise und Umgebung

Hallo liebe Leser!

Am Montag hieß es "Raus aus Banff und ab ins 50km entfernte Lake Louise". Den Trip hatte Jonas ermöglicht, der sich am Freitag einen schönen Honda Accord leistete. Nachdem er diesen dann am Montag registriert hatte, machten wir gegen halb 12 los, Richtung Lake Louise. Einen Ort den ich unbedingt noch sehen wollte, bevor ich anfang Oktober weiterziehe (dazu demnächst mehr). Aufm Highway Number 1 fuhr man gemütlich in 45Minuten zum Zielort. Schon auf dem Weg dorthin wurde mir bewusst, dass es nur Vorteile hat ein Auto zu besitzen. Lake Louise selbst war an dem Tag von Touristen überströmt, was bestimmt am schönen Wetter lag. Doch bevor wir beim See endlich ankamen, mussten wir uns noch Pässe für den Nationalpark besorgen und einen Parkplatz finden. Nun endlich konnten wir den See bewundern.



Dieser vermittelt meiner Meinung nach etwas sehr mysthisches. Dieses hellblaue Wasser und die Felswand, welche im Hintergrund empor ragt, brachte mich ins Staunen. Leider war es zu der Zeit ziemlich diesig und man erkennt nur sehr schwer die Gletscher im Hintergrund. Wir entschieden uns dann eine 10km Wanderung zu unternehmen. Diese führte uns am Teahouse und Lake Agnes vorbei, ehe man dann den Aussichtspunkt von "Big Behieve" erreichte. Von dort aus hatte man eine fabelhafte Sicht auf Lake Louise und sein berühmtes Hotel.



Gegen 16Uhr verließ man dann Lake Louise und fuhr zum 14km entfernten Lake Moraine. Seine blaube Farbe ist sehr makant und erinnerte stark an das blaue Gatorade-Getränk.



Der See selbst war wieder eine Pracht. Zwischen impulsanten Bergen, die teils von Gletschern geprägt sind, erstreckt sich dieser See. Von diesem Ort aus führen viele Wanderwege in die Rocky Mountains. Dabei wird immer vor Bären gewarnt und so darf man bestimmte Routen nur mit einer minimalen Anzahl von 4 Personen begehen, die nur einen Abstand von 3 Metern zueinander haben dürfen - ziemlich krass!!!



Schlussendlich machte man sich gegen 18Uhr auf den Rückweg. So fuhren wir auf dem Bow Valley Trail nach Banff zurück, in der Hoffnung vielleicht mal einen Bären oder ein Elch zu sehen - Fehlanzeige! Mittlerweile sind schon über 2 Monate vergangen seit ich hier bin und ich hab noch keinen Bären gesehen. Aber ich bleibe optimistisch und freue mich auf weitere aufregende Touren in der Zeit, in der ich noch in Banff bin.

Freitag, 21. August 2009

Mission completed

Hallo liebe Leser!

Nach langem hin und her, kam es am Mittwoch, dem 20.8.2009 zum zweiten Versuch den Rundle Mountain zu erklimmen. Meine Chefin war so nett und gab mir für diesen Tag kurzfristig frei. Die Vorzeichen für die Wanderung waren hervorragend. So besagte der Wetterbericht, dass es an dem Tag um die 26°C und strahlend blauen Himmel geben würde und wir wurden nicht enttäuscht. Um 8Uhr war Treffpunkt und es war keine einzige Wolke am Himmel. Die Wanderung konnte also losgehen. 1600m Höhenunterschied lagen vor uns. Über den ersten Teil der Strecke hab ich mich ja schon in dem anderen Artikel ausgelassen. Gegen halb 11 und nach zwei kleinen Pausen erreichten wir die Baumgrenze.



Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen mich mit dem letzten Baum fotografieren zu lassen.



Auch musste man zwischendurch pausieren um die T-Shirts zu trocknen. Im Hintergrund erkennt man schon den Gipfel. Vor uns lag nun eine Strecke, die steil bergauf ging und von Schotter und nackten Felsen geprägt war. Auf dem Drakens Back nährte man sich dem Gipfel. Man beschritt einen Weg, der an der schmalsten Stelle vll. 3m breit war. Links und Rechts ging es dann jeweils 10-20m in die Tiefe. So ging es Stück für Stück dem Gipfel näher.



Um 13 Uhr war es dann endlich soweit. Nach 5 Stunden war man am Ziel angekommen. Mir war es doch sehr mulmig zumute, als ich dann auf der anderen Seite des Berges runter blickte aber die Aussicht von da oben war traumhaft.



Es lässt sich auch schlecht in Worte beschreiben, was ich da oben empfunden hab. Wir hatten verdammt viel Glück mit dem Wetter und so konnte man weit über die Rockies blicken. Nach einer halben Stunde und unzähligen Fotos machte man sich aufgrund des kalten Windes dann auf den Rückweg. Eine sehr lustige Tortur, da man sich quasi wie beim Snowboardfahren vor kam. So rutschte man auf dem lockeren Geröll munter hinunter und nach 3 Stunden war man am Ausgangspunkt wieder angekommen. Die verbrannten Kalorien wurden dann gleich im Restaurant zur goldenen Möwe wieder aufgefüllt.



Grüßerle Hannes